Einsatzbericht: Großbrand in Renningen

"In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde die Feuerwehr Leonberg zur Unterstützung der örtlichen Feuerwehr nach Renningen alarmiert.

Nach dem Eintreffen der ersten örtlichen Einsatzkräfte wurde ein sich rasend ausdehnender Brand einer 1.500 qm großen Industriehalle vorgefunden. Sofort wurde durch den Einsatzleiter der Renninger Feuerwehr die Brandstufe auf 3BI erhöht und weitere Einheiten zur Unterstützung nachgefordert. Der Brand der Fabrikations- und Montagehalle zog sich bis in die frühen Morgenstunden hin. Der Sachschaden wird momentan auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Durch das beherzte Eingreifen der Einsatzkräfte wurde ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte und angrenzende Gebäude verhindert. Insgesamt wurden ca. 150 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Böblingen eingebunden.

Die Feuerwehr Leonberg unterstützte die Kameradinnen und Kameraden aus Renningen mit einer Drehleiter, Sonderlöschmittel, Atemschutzgeräten, einem Tanklöschfahrzeug und einem Löschgruppenfahrzeug.

Besonders erwähnenswert ist, dass bei der Brandbekämpfung zum ersten Mal auf das neue Landkreisweite Sonderlöschmittelkonzept zurückgegriffen wurde. Erfolgreich wurde der Löschmittelzusatz F-500 eingesetzt. Durch die Reduzierung der Oberflächenspannung und Erhöhung der Verdunstungsrate des Löschwassers kann die Wärme brennender Stoffe sehr schnell und effektiv abgeführt und diese dadurch schneller abgekühlt werden. F-500 wurde zufriedenstellend mittels dem Wenderohr der Drehleiter eingesetzt.

Aufgrund der Thermik und den Windverhältnissen kam es innerhalb des Stadtgebietes in Leonberg zu starken Geruchsbelästigungen und Einschränkungen der Sicht im Bereich der BAB 8 und der Bundesstraße 464. Durch den GW-Mess der Feuerwehr Herrenberg wurden im Stadtgebiet und im Bereich des Krankenhauses in regelmäßigen zeitlichen Abständen Schadstoffmessungen durchgeführt. Eine Gefährdung für die Gesundheit und Umwelt bestand zu keinem Zeitpunkt. "

Quelle: Freiwillige Feuerwehr Leonberg