Eltville am Rhein: Großbrand (Busse/Haus)

"Großbrand in Eltville am Rhein – Feuer zerstört Busse und greift auf Haus über

Gegen 4 Uhr wurden zunächst zwei Ortsteilwehren zu einem brennenden Bus in Hattenheim alarmiert. Noch auf der Anfahrt liefen bei der Leitstelle weitere Notrufe über ein größeres Feuer und eingeschlossene Personen ein. Daraufhin wurde die Feuerwehr Eltville alarmiert und im weiteren Verlauf Vollalarm für die Feuerwehren Eltville ausgelöst.

Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte versuchte ein Mitarbeiter des Busunternehmens noch, einen brennenden Bus wegzufahren, musste diesen Versuch jedoch abbrechen. Der brennende Bus rollte weiter gegen eine Hauswand und brannte dort aus. Zwei andere Busse standen an einem Lagergebäude in Vollbrand.

Da die Flammen bis zur Traufe schlugen und dort den Dachstuhl in Brand setzten, wurden sofort mehrere Atemschutztrupps mit zeitweise vier C-Rohren in den Innenangriff geschickt. Damit konnte eine Brandausbreitung im Gebäude verhindert werden. Auch die Bewohner des leicht verrauchten Wohnhauses waren bereits in Sicherheit.

Zwei Personen mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung und einem Schock vom Rettungsdienst behandelt werden. Die Einsatzleitung Rettungsdienst (LNA und OLRD) koordinierte den Rettungseinsatz. Die brennenden Busse wurden im Außenangriff mit mehreren C- und Schaumrohren gelöscht. Insgesamt waren sechs C-Rohre, drei Schaumrohre und zwei Rohre mit F500 im Einsatz.

Atemschutztrupps kontrollierten im Einsatzverlauf die betroffenen Gebäude auf versteckte Brandstellen, löschten diese und die Busse ab. Laut Einsatzleiter und Stadtbrandinspektor Hans-Peter Korn bewährten sich bei den Löscharbeiten der verwendete Löschmittelzusatz F500 und das neue Staffellöschfahrzeug, das erst wenige Wochen im Dienst ist.

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Bis in die Morgenstunden deckten die Einsatzkräfte die qualmenden Brandreste mit Schaum ab. Durch den Schaumeinsatz musste außerdem der Wasserablauf in den Rhein geschlossen werden, damit es zu keiner Gewässerverunreinigung kam.
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Die Brandursache wird von der Kriminalpolizei untersucht. Brandstiftung ist nicht auszuschließen. Den Sachschaden schätzt Stadtbrandinspektor Korn auf etwa 700.000 €. Auf der B42 kam es im einsetzenden Berufsverkehr durch Schaulustige zu leichten Behinderungen. Hinweisgeber werden gebeten, sich mit der Wiesbadener Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0611 345-0 in Verbindung zu setzen."

Quelle/Fotos: Wiesbaden112.de